Brigitte Pfeiffenberger kommt ursprünglich aus St. Johann in der schönen Obersteiermark. Dort unternahm sie bereits im Kindesalter die ersten Versuche, sich der Kunst zu nähern. Das Zeichnen war anfangs allerdings nicht so sehr von Erfolg gekrönt und so verwarf sie den Gedanken wieder, Kunst zu machen. Vorerst.
Erst Jahre später sollte sie ausgerechnet in Vorarlberg – ihrer inzwischen neuen Heimat – wieder zur Malerei finden. Die Zeiten waren für Brigitte damals nicht ganz einfach. Bei einem Krankenbesuch im LKH Rankweil sah sie einen Flyer, der für einen Kurs im Ausdrucksmalen warb. Dabei bedurfte es keinerlei Vorkenntnisse, gemalt wurde mit den Händen und teilweise verbundenen Augen. Das Malen half Brigitte über die schwere Zeit hinweg. Sie ergänzte den ersten Kurs dann mit dem Lösungsortientierten Malen.
Brigitte sagt von sich selbst, das Malen sei für sie wie Therapie. Wenn sie sich künstlerisch betätigt, kann sie alles um sich herum vergessen und ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Und genau wie ihre persönliche, schritt auch ihre künstlerische Entwicklung voran. Schnell erweiterte sie ihren Horizont, lernte die Acrylmalerei und das Porträtzeichnen. Mittlerweile entstehen alle Kunstwerke der Exil-Steirerin in Acryl auf Leinwand.
Ihre künstlerische Weiterentwicklung blieb nicht unbeachtet. Inzwischen wurden ihre Werke ausgestellt. In der Teehandlung Tee-glich feierte Brigitte ihre erste Vernissage. Und weitere sollten folgen.
Obwohl wir schon seit mehr als 15 Jahren freundschaftliche verbunden sind, erfuhr ich erst relativ spät von Brigittes Passion. Erst vor vier Jahren, als sie die Malerei in Vorarlberg wiederentdeckte, sprachen wir darüber. Ich verfolgte damals ihre ersten Schritte und konnte ihre Entwicklung – nicht nur persönlicher Art, auch in der Kunst – miterleben. Für mich war es eindrucksvoll zu sehen, wie sie sich von anfänglich abstrakten Formen über die Verwendung unterschiedlichster Materialien und Techniken bis hin zu einer experimentellen Annäherung an Alltägliches immer weiter an ihr Ideal herangetastet hat.
Brigitte ist auf der Suche nach dem perfekten Bild. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie es niemals malen wird.
(c) Sarah Petautschnig
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Brigitte Pfeiffenberger
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